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Ras Mohammed
رأس محمد
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DAS
KORALLENRIFF
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Wütend branden
die Wellen gegen des Schöpfers Jahrmillionen -
Werk. Wild aufschäumend reiten sie mit Gischt auf ihren Kämmen, ehe sie sanft schlürfend unterm Sonnenglast vergehn
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Unberührt von all dem
Wüten, dem Tosen, Brausen, Zischen lockt unter einer
silbriggoldenen Meeresdecke der Korallengärten Wunderbau.
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Bette dich im wogenden
Spiel der Wellen- Wiege dich hin und her, her und hin! Vergiss die Welt dort oben, werde Teil dieses herrlichen
Geschehens!
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Tauche ein in des himmelblauen Domes
Stille, gespalten vom flirrend goldenen Sonnenstrahl! Schwebe über dunkel blauendem Abgrund fliegend, werde
Jahrmillionen jung!
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Ganz fern nur noch das
donnernde Wüten, Getöse, das hierher nicht findet seinen Weg
. Hier unten in der Tiefe herrscht Schweigen, Stille die in eine andere Welt entrückt.
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Im Korallengarten, der steinernen Kathedrale, in Jahrmillionen
gewachsen als wunderbar bizarrer Bau,
weiden ungezählte Scharen bunter Fische, blühen Pflanzen in einer nie
gesehnen Pracht.
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Einsam und in geheimnisvoll geordneten Schwärmen, ziehen nie gelehrte
Fische achtlos an dir vorbei. Starren ausdruckslos dich an aus
dunklen Augen, in ihrer bunten Vielfalt übertreffend alles bisher
Gesehn
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Aus des Meeres nachtschwarzer Tiefe, schweben geheimnisvoll
die Quallen durchsichtig zarte Sphärenwesen, im Blau des
Meeres leuchtend ewiges Licht
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Versinkend kann der
Fremdling Tiefe atmen, atmen einen Hauch Unendlichkeit Kosten alle Heimlichkeit des Meeres, lösen sich vom
Alltagssein.
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Heimkehren will ich, am Ende meines Lebens, verlöschen
dort im Meer.
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Meer du Urgrund allen
Lebens Meer du Mutter allen Seins.
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Die Sonne versinkt
rotglühend im Schattenreich
Die Nacht steigt ans Land
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Meer I – Mythos Schwimmen

Über dem sonnendurchglänzten
Meeresspiegel wölbt der Himmel endlos sich im Blau. Leise schlürfend
locken sanfte Wellen, verzaubert säuselnder Winde Sirenengesang
Komm, lass dich ein, lass dich ein mit uns zu spielen! Kehr zu uns
zurück, kehr zurück zum Ursprung allen Lebens!
Betört von der Stimmen Zauber, löse ich mich von allen Fesseln
tauche ein in die geheimnisvollen Fluten, werde Teil dieses mythischen
Geschehns
Getragen nur vom goldurchstrahlten Grün und Blau, das sich verliert
in Hadals dunkler Nacht. überlasse ich mich willig dem Spiel der Wellen,
Wellen, die mächtiger sind als ich.
Schwerelos gleit` ich an der Oberfläche, werde eins mit Himmel, Meer
und Licht, bin eingebettet in Myriaden funkelnder Sterne, die spurlos
um mich versinken im Nichts
Rhythmisch durchpflügen die wasserglitzernden Arme das den Leib
umströmende kühle Nass, ziehen hinter sich her Schwärme von Perlen,
die Beine entfesseln schäumenden Tumult.
Beim Eintauchen saust Wasser in den
Ohren, durchströmt Mund und Nase salzigklebriges Nass,
gurgelnd blubbert der verbrauchte Atem in silberglänzenden Blasen an
die Meeresdecke
Erschöpft vom langem Gleiten, halt ich irgendwann ermattet inne,
blinzle durch leuchtende Wassertupfer auf den Wimpern
und sehe staunend, wie sich der Himmel im Meer verströmt
Hinreißend geheimnisvoll ist dieser Augenblick, ein Augenblick der alles
trägt. Das Meer, wie schön ist seine scheinbar glatte Oberfläche, die
all das ausdrückt, was ich suche:
Stille – Weite – Einsamkeit
***
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Meer II - Mittagsstille
In der gnadenlosen Mittagshitze
verlangsamt sich der Puls der Zeit.
Erbarmungslos unterdrückt der Sonne Strahlen jede Regung, jeden Laut
Gleißende Helle löscht alle Schatten, brennt sich die Hitze in den
Sand
Unter Lidern wogen rotgelbe Nebel, ertrinken die Augen in der Fülle
des Lichts
Das Meer – wie schön es ist mit seiner scheinbar schlichten
Oberfläche -
schläft ermattet in der ungeheuren Stille
Leise nur schlürfen
Wellen an der Uferlinie,
um dann lautlos zu versickern im Sand
***
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Meer III – Gewitter
Unheildrohend jagen dunkle Wolken
durch des Himmels strahlende Hellen,
züngeln nieder in zerrissenen Fetzen hinab zu des Meeres Wellen
Aufgeregt dem Unheil fliehen Vögel , vorbei am aufgetürmtem
Schwarz und Grau,
der verlöschenden Sonne entgegen, Rettung suchend im noch
verbliebenen Blau.
Wellen springen auf, hoch peitscht die Gischt, heulend treibt
der Wind Sandböen vor sich her.
Vom schwarz verhangenen Himmelsgewölbe, zackt schwefelgelb ein Blitz
hinab ins Meer.
Mit des Donners fernem Grollen löst sich ein wehendes Regenband.
Erste Regentropfen schlagen kleine Krater, um dann zu versickern im
noch heißen Sand.
Urplötzlich brechen alle Wolken, stürzen strömeweis herab aufs
Land,
lassen die Landschaft versinken, hinter einer grauen Regenwand.
***
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EIN NEUER TAG I
Asklepios-Klinik Schaufling
Reglos steh ich am Fenster, vor mir
die tiefschwarze Nacht Nur schwach das flackernde Gelb der Lampen,
das die schweigenden Finsternis durchdringt
Schier endlos dehnen sich
die Stunden,
Die Zeit, sie scheint still zu stehen – Der leuchtende Tag lässt auf
sich warten, schwarz blühend herrscht die Nacht.
Nach langen
quälenden Stunden, am Horizont ein schwacher Dämmerschein. Langsam
lösen sich des Albtraums eis`ge Ränder
und tauen auf im sanften Schein
Dann das immer neue Wunder: Die kalte Nacht endgültig verdrängend,
färbt die aus dem Dunkel aufsteigende Morgensonne mit zartem Rot und Gold
das dunkelblaue Firmament
Im maßlosen Licht des aufkommenden Morgens ziehen sich die
schlimmen Träume, unmerklich, wie gekommen, in die Landschaft aus
Stein zurück
Weit bin ich gereist im Dunkel, schier verzweifelt
und ohne Ruh. Doch jetzt, hoffnungsvoll und strahlend, beginnt ein
neuer Tag für mich.

Sonnenaufgang auf der Rusel
Dichte Nebelschwaden wallen über Tales Grund.
Bizarr ragen - obschon es bereits dämmert-
geheimnisvoll der Bäume schwarze Schatten,
als mystische Zeichen hinein ins Nachthimmelblau
Auch wenn der neue Tag bereits graut,
noch immer ist er seines strahlenden Lichtes beraubt.
Kein Windhauch regt sich,
über der Landschaft liegt schweigende Stille.
Dann das immer neue Wunder:
Die kalte Nacht endgültig verdrängend,
färbt die aus dem Dunkel aufsteigende Morgensonne,
mit zartem Rot und Gold das nachtblaue Firmament.
Im maßlosen Licht des aufkommenden Morgen,
zieht sich die Nacht ins Schattenreich zurück,
erlischt das Schweigen der nächtlichen Stille.
Federleicht durchstreicht Wind der Bäume Kronen,
deren Blätterschar geheimnisvoll säuselt und wispert.
Befreit schwingen sich Vögel hinauf ins Himmelszelt,
jubilieren über einen strahlend neuen Tag.
***
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HERBST I -
Abschied
Blauend bricht glasklar der Morgen durch bereits
gelichtetes Geäst, lässt ein letztes Mal erstrahlen,
der Buche warmes Gelb - des Ahorns leuchtend Rot.
Schon überzieht des Herbst Atem nasskalt der Blätter
Farbenpracht, lässt fröstelnd sie im Hauch erstarren,
auslöschend ihre leuchtend Glut
Heiser krächzen schwarze Vögel, in Scharen
versammelt in der Flur, schwingen hinauf sich in des Himmels Weite,
Abschied verkündend - Tod.
Gepeitscht von Regenschauern, lösen sich die Blätter von den Ästen,
wirbeln ein letztes Mal in Windes Bö, um dann zu taumeln hinab
ins kühle Grab.
Kahl klagen der Bäume Äste in der Landschaft
leergefegte Weite, länger und länger werden die Schatten, fahl nur
noch flackert der Sonne Licht.
***
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HERBST
II
-
Regen
Regen fällt leise, perlengeschmückt glänzen Zweige
zart im Nebelgrau
Im gelichteten Geäst des Baumes
wispern zitternd Blätter- täuschen Leben vor
Doch schon blättert raschelnd,
rauer Wind im Laub ihr Grab
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HERBST III- Abenddämmerung
Zarte Nebelschleier schweben über in Schatten tauchende Wiesen,
ein sich auflösender Himmel stimmt sich auf den Abend ein.
Tiefe Strahlen vergolden ein letztes Mal der Bäume
Gipfel,
ehe der Sonnenball rotglühend im Horizont versinkt.
Ein wundervoller Augenblick ist dies, voller Zauber,
doch kurz nur, einen bangen Herzschlag lang.
Kaum entzündet sind die Fackeln schon erloschen,
ist die Farbenpracht verblasst.
Kälte kriecht herauf, benetzt mit Tau die Gräser,
leise noch raschelt herbstlich Laub.
Abenddämmerung senkt sich übers Land, ***
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WINTER I - Tuschezeichnungen
Über Nacht
Winter
Natur zeichnet
mit Tusche
Eisbilder im
See
*
Improvvisamente
inverno
Natura disegna a china
immagini di ghiaccio sul lago
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WINTER II - NEBELTAGE
Durch
Nebelschwaden
flackert fahl der Sonne Licht Grau verhüllt den Tag
Blass
das Sonnenrad
Nasse Nebelfetzen ziehen Landschaft löst sich auf
***
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FRÜHLING - SEHNSUCHT
Noch fliehen Winde kalt und rau, von
der schneebedeckten Berge Gipfel,
lassen den See erstarren, gerillt und blau, schaudernd erzittern der
Bäume kahle Wipfel.
Wann endlich wehen laue Lüfte, ergrünen im Tal die Bäume ?
Wann
endlich verzaubern uns der Blumen Düfte,
erfüllen sich unsre Träume?
Die Sonne zaubert hinweg, was
uns bedrückt und Myriaden Sternenblumen strahlen uns an.
Eine glitzernde Botschaft, die alle verzückt. Frühling wird es bald-
das ist kein leerer Wahn.
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LEBENSABEND
Erleuchteter Mond
durchzieht des Himmels Leere.
Leise verrinnt Zeit
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